Die Fußball-WM könnte Arbeitgeber weltweit 14,5 Milliarden Euro kosten, so UKG
Wichtige Punkte
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Globale Umfrage zeigt: Mitarbeiter und Führungskräfte planen, währen der WM der Arbeit fernzubleiben, übermüdet oder verkatert zu erscheinen
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Frust im Büro wird zum Risiko für die Mitarbeiterbindung: Jeder fünfte Arbeitnehmer würde nach einem neuen Job suchen, wenn Arbeit oder Vorgesetzte sein WM-Erlebnis beeinträchtigen
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37% der Beschäftigten wollen ihre Arbeitszeiten der WM anpassen. Unternehmen brauchen sinnvolle Planung, Flexibilität und klare Kommunikation
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ begeistert die ganze Welt. Für Unternehmen wird sie zur Bewährungsprobe: Wie verhalten sich die Mitarbeiter während der Spielzeiten? Eine neue UKG-Studie unter 8.000 Beschäftigten in Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Mexiko, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den USA liefert Antworten.
Das Ergebnis: Durch das Turnier könnten Produktivitätsverluste entstehen, deren wirtschaftlicher Wert auf 14,5 Milliarden Euro¹ geschätzt wird. Allein auf Deutschland entfallen fast 1,15 Milliarden Euro.
Die Studie gibt einen Einblick, wie die WM auf den internationalen Arbeitsalltag wirkt. Sie zeigt: Sowohl Angestellte als auch Frontline-Manager planen, der Arbeit fernzubleiben und nehmen an, verkatert zur Schicht zu kommen und Spiele während der Arbeitszeit zu verfolgen. Von ihren Arbeitgebern fordern sie eine Flexibilität, auf die viele kaum vorbereitet sind.
„Die WM ist Beispiel für eine Herausforderung, vor der Arbeitgeber täglich stehen", sagt Russell Howe, Group Vice President EMEA bei UKG. „Die Arbeit ändert sich von Stunde zu Stunde, vor allem dort, wo viele Menschen an vorderster Front arbeiten. Wer starr plant, merkt schnell, dass Anspruch und Umsetzung auseinanderklaffen. Die WM ist nicht nur ein kulturelles Großereignis, das die Menschen miterleben wollen. Sie ist eine Planungsaufgabe für jeden Betrieb. Wer sie schlecht löst, gefährdet Leistung und Produktivität, ausreichende Besetzung, Kommunikation, Stimmung und sogar die Bindung seiner Mitarbeiter."
Eine Auswertung von UKG zeigt: Während der WM können Unternehmen versteckte Kosten infolge geringerer Produktivität entstehen, weil Mitarbeiter fehlen oder zwar anwesend, aber unproduktiv sind. Dazu zählen:
Australien: 560 Millionen Euro
Kanada: 411 Millionen Euro
Frankreich: 643 Millionen Euro
Deutschland: 1.15 Milliarden Euro
Mexiko: 316 Millionen Euro
Niederlande: 333 Millionen Euro
UK: 783 Milionen Euro
US: 10 Milliarden Euro
Kater und heimliches Streaming stören den Arbeitsalltag
Laut Umfrage wollen 37 % der international Beschäftigten ihre Arbeitszeiten wegen des Turniers anpassen. In Deutschland handelt es sich um unwesentlich weniger: hier sind es 35 %. Mehr als ein Viertel der Befragten geben an (in Deutschland sind es genau 25 %) wahrscheinlich Arbeit zu verpassen: Sie kommen zu spät, gehen früher oder bleiben ganz weg.
Andere Risiken wiegen schwerer. 26 % (27 % in Deutschland) geben zu, dass sie austesten wollen, wie weit sie bei ihren Vorgesetzten gehen können. 14 % wollen heimlich Spiele und Höhepunkte streamen. Jeder Fünfte international (22 %) gegenüber, einem Drittel in Deutschland (29%) rechnet damit, müde oder erschöpft zur Arbeit zu kommen. El f% aller Befragten geben zu: Sie werden verkatert arbeiten.
„Das ist ein doppelter Schlag aus Fehlzeiten und unproduktiver Anwesenheit", so Howe. „Eine Kombination mit Folgen: Die übrigen Kollegen müssen die liegengebliebene Arbeit mitmachen. Das beeinträchtigt die Leistung, das Kundenerlebnis und die Stimmung im Team. Unternehmen müssen vorsorgen, besonders in Branchen mit vielen Frontline-Beschäftigten. Sie müssen Störungen schnell bewältigen, die Besetzung in Echtzeit anpassen und Flexibilität gezielt einsetzen. So schützen sie sowohl ihre Leistung als auch das Vertrauen ihrer Mitarbeiter."
Risiken für die Mitarbeiterbindung und das Dilemma der Middle-Manager
Viele Beschäftigte (39 % international, 36 % in Deutschland) glauben, dass ihrem Arbeitgeber die WM gleichgültig ist. Jeder Fünfte (19 % international, 18 % in Deutschland) sagt: Er würde sich einen neuen Job suchen, wenn der Dienstplan sein WM-Erlebnis verdirbt.
Verglichen mit Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung neigen Führungskräfte eher dazu, einen freien Tag einzuplanen (42 gegenüber 24 % international, 40 zu 17 % in Deutschland), vorab um geänderte Arbeitszeiten zu bitten (50 gegenüber 34 % international, 51 zu 37 % in Deutschland) und kurzfristig nach Flexibilität zu fragen (45 gegenüber 28 % international, 44 zu 25 % in Deutschland). Ein Drittel aller Befragten (33 % international, 28 % in Deutschland) will sich während der WM mindestens einen Tag freinehmen.
Einen flexiblen Spielplan aufstellen
Die WM findet zwar nur alle vier Jahre statt, dauert aber ganze 39 Tage. Und nur ein Teil der Spielpaarungen steht vorab fest. Deshalb lassen sich Störungen während der WM zum Teil vorhersehen und planen. Zum Teil eigen sie sich aber erst, wenn das Turnier läuft.
„Die besten Arbeitgeber sind bereit, sich anzupassen, während das Turnier voranschreitet", sagt Howe. „Arbeitgeber müssen sich nicht zwischen Produktivität und Flexibilität für ihre Mitarbeiter entscheiden. Mit der richtigen Mischung aus langfristiger Planung, Echtzeit-Überblick und klarer Kommunikation machen sie aus einem drohenden Produktivitätsverlust einen Katalysator. Er stärkt das Vertrauen, steigert die Leistung und wirkt lange nach."
Weiterführende Ressourcen
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Über UKG
UKG stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Mit unseren Technologien für das Human Capital Management machen wir jede Organisation zu einer überzeugenden, positiven Arbeitgebermarke. Mehr als 80.000 Kunden weltweit schaffen mit unseren Lösungen für Payroll, Workforce Management und Culture-Cloud exzellente Arbeitsplätze für einzigartige Erfahrungen ihrer Mitarbeitenden. Unsere Technologie mit künstlicher Intelligenz nutzt einen wertvollen Wissensschatz: die weltweit größte Sammlung von Mitarbeiter-, Arbeitsplatz- und Kulturdaten. So erhalten Organisationen detaillierte Einblicke, um fundierte Entscheidungen für das Personal und die Organisation zu treffen. Ein wichtiges Augenmerk legen wir dabei auf die Unternehmenskultur. Mit UKG haben Organisationen die Gewissheit, dass sie optimal in ihre Mitarbeitenden und in die Unternehmenskultur investieren. Mehr erfahren Sie auf ukg.de.
Fußnote 1: Alle Schätzungen zu den Kosten verlorener Produktivität in diesem Dokument beruhen auf einer Berechnungsformel von UKG. Sie berücksichtigt die Umfragedaten der Befragten sowie Daten zu Löhnen und Arbeitsstunden aus offiziellen Regierungsberichten des jeweiligen Landes. Für nähere Angaben wenden Sie sich an [email protected].
Offizielle Methodik: Die Studie führte Censuswide im Auftrag von UKG durch. Befragt wurde eine landesweit repräsentative Stichprobe von 8.000 Beschäftigten in Australien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den USA, Mexiko, Kanada und den Niederlanden, und zwar zwischen dem 8. und 12. Mai 2026. Censuswide ist Mitglied der Market Research Society und des British Polling Council sowie Unterzeichner des Global Data Quality Pledge.