UKG Megatrends 2026: Was Sie als Führungskraft über das kommende Jahr wissen müssen
Wichtige Punkte
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KI schafft nur dann echten Wert, wenn die Menschen ihr vertrauen, sie verstehen und über die Fähigkeiten verfügen, sie effektiv zu nutzen.
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Ein flexibles Talent-Ökosystem ist entscheidend, um beim zunehmenden Arbeitskräftemangel agil zu bleiben.
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Mehr Engagement ist jetzt gefragt. Bringen Sie Ihren Mitarbeitenden Vertrauen entgegen, unterstützen Sie deren Wohlbefinden und bieten Sie ihnen die richtigen Tools.
Wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Erwartungen der Beschäftigten und gigantische Fortschritte bei der KI verändern unsere Arbeitswelt von Grund auf. Auf diese Faktoren haben Sie als Führungskraft kaum Einfluss, allerdings können Sie entscheiden, wie Sie die Menschen auf das vorbereiten, was vor ihnen liegt.
Deshalb veröffentlicht UKG jedes Jahr die aktuellen Megatrends. In der diesjährigen Ausgabe finden Sie nicht nur eine Analyse der prägenden Trends, sondern auch praxis- und menschenzentrierte Empfehlungen. Drei Herausforderungen geben dieses Jahr die Richtung vor: die Erschließung des KI-Potenzials, der Aufbau eines flexibleren Talent-Ökosystems und die Stärkung der Beschäftigten, damit sie ihr Bestes geben können.
Diese drei Megatrends werden das kommende Jahr prägen:
1. Schnellere Akzeptanz: menschenzentrierte KI
KI prägt die Leadership-Kommunikation. Von der Theorie in die Praxis: Keine andere Innovation ist so schnell im Arbeitsalltag angekommen wie die künstliche Intelligenz. Bereits jetzt nutzen 78 % der befragten Unternehmen KI in mindestens einem Geschäftsbereich. KI ist damit zu einem festen Bestandteil der Arbeitsabläufe geworden.
Allerdings können die meisten Unternehmen den wahren Wert noch nicht realisieren. Dabei liegt die Herausforderung nicht in der Technologie. Es geht um die Akzeptanz bei den Menschen.
Die Insights von Great Place to Work zeigen, dass zwei Drittel der Unternehmen weder kulturell noch operativ auf die Einführung von KI vorbereitet sind. Die UKG-Studie hat einen weiteren Aspekt zutage gefördert: Nur 38 % der Frontline-Kräfte arbeiten mit KI, während 64 % befürchten, dass KI ihre Arbeitsplätze ersetzen könnte.
KI-Readiness ist keine rein technische Frage. Es geht um Emotionen.
Warum menschenzentrierte KI wichtig ist
„Bahnbrechende Technologien revolutionieren alle paar Jahrzehnte die Art und Weise, wie wir etwas tun, wie wir leben, wie wir arbeiten und noch vieles mehr“, erklärt Suresh Vittal, Chief Product Officer bei UKG. „Wie produktiv wären wir ohne Strom, Fließband oder Mobiltelefone? Wie all diese Innovationen wird auch KI schnell allgegenwärtig und unverzichtbar für die Arbeit werden. Sie jetzt zu ignorieren, käme dem Verzicht auf Computer oder das Internet gleich.“
Allein mit der Investition erzielen Sie keine nennenswerten Resultate. Sie müssen klar kommunizieren, Vertrauen aufbauen und Ihre Mitarbeitenden weiterbilden, damit sie KI als Chance sehen und nutzen.
So begleiten Sie als Führungskraft erfolgreich die Einführung von KI
1. Kommunizieren Sie früh, oft und klar.
Aktuell wissen 42 % der Frontline-Arbeitskräfte nicht, welchen Wert KI für ihre Arbeit hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand KI akzeptiert, ist 3 x höher, wenn Führungskräfte transparent kommunizieren, und 7 x höher, wenn diese Personen gesprächsbereit sind.
2. Schließen Sie Qualifikationslücken.
46 % der Führungskräfte sehen Qualifikationslücken als Hindernis für die Einführung von KI. Nur 53 % der Frontline-Beschäftigten fühlen sich gut vorbereitet für einen KI-gestützten Arbeitsplatz. Weiterbildung ermöglicht nicht nur den effektiven Umgang mit KI, sondern stärkt auch die Bindung ans Unternehmen.
3. Bauen Sie Vertrauen in die Tools und den Prozess auf.
75 % der Frontline-Mitarbeitenden würden der KI bei bestimmten Aufgaben vertrauen, trotzdem nutzt nur ein Bruchteil von ihnen KI im Arbeitsalltag. Vertrauen wächst, wenn die Menschen selbst Anwendungsfälle identifizieren können und erkennen, dass KI ihre Arbeit ergänzt und nicht ersetzt.
Die Zukunft der Arbeit wird durch KI geprägt, doch ob sie erfolgreich ist, hängt von den Menschen ab.
2. Agilität anstreben: flexibles Talentmanagement
Der globale Fachkräftemangel wächst weiterhin rasant. Bis 2030 könnten weltweit mehr als 85 Millionen Fachkräfte fehlen. Bereits heute haben 74 % der befragten Unternehmen Schwierigkeiten, die passende Fachkraft zu finden. Und das ist kein Einzelfall:
- 77 % der Einzelhändler berichten von Schwierigkeiten bei der Besetzung der freien Stellen.
- 90 % der Hersteller räumen ein, dass Personalengpässe ihrem Geschäftsergebnis schaden.
Deshalb wollen viele Verantwortliche die Transformation beschleunigen. 4 von 5 Führungskräften (79 %) wünschen sich mehr Flexibilität bei den Personalprozessen, um besser auf sich ändernde Prioritäten reagieren zu können.
Warum Flexibilität wichtig ist
Hier geht es nicht nur um die Herausforderungen bei der Anstellung. Es geht um das Konzept der Arbeit. Das traditionelle Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Modell kann mit den sich wandelnden Rollen und Erwartungen der Beschäftigten nicht mithalten. Unternehmen müssen bei der Zusammensetzung ihrer Teams flexibler sein und neben Vollzeit-, Teilzeit- und Vertragskräften auch mit KI-Agenten planen.
Die klassische Talent-Pipeline funktioniert kaum noch. Arbeiten Sie lieber mit einem Talent-Ökosystem.
So können Sie als Führungskraft die Personalbesetzung flexibler gestalten
1. Erweitern Sie Ihre Definition von Talent.
Von den Unternehmen, die bei der Suche auf Outsourcing setzen, tun dies 42 %, um bessere Talente zu finden, während 34 % vor allem auf Kosteneinsparungen abzielen. Hingegen entwickeln 20 % der befragten Unternehmen bereits „digitale Personalstrategien“, die auch KI-gestütztes Arbeiten ermöglichen.
2. Integrieren Sie interne Mobilität in Ihr Arbeitsmodell.
Aktuell haben 57 % der Personalverantwortlichen kein internes Karriereportal und 32 % kein System zur Nachverfolgung interner Kompetenzen. Da verwundert es nicht, dass 42 % der Frontline-Beschäftigen erklären, dass ihre Führungskräfte sie nicht ausreichend zu Schulungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten beraten.
3. Verfolgen Sie einen agilen Ansatz beim Einsatz von Menschen und Fähigkeiten.
Nur 2 von 10 Unternehmen halten ihr Kompetenzsystem für präzise. Den anderen fällt es schwer, die Menschen effizient in passenden Rollen einzusetzen. Auch das spüren die Arbeitnehmer: Unpassende Arbeitszeiten und fehlende Karrierechancen zählen zu den Hauptgründen für einen Jobwechsel unter Frontline-Beschäftigten.
Der Bedarf an einem Talent-Ökosystem ist also bereits vorhanden. Unternehmen, die sich jetzt anpassen, werden für das kommende Jahr besser aufgestellt sein.
3. Jenseits des Engagements: das Zeitalter der Enablement-Kultur
Trotz jahrelanger Bemühungen gibt es kaum Fortschritte beim Employee Engagement. 2024 sank das globale Engagement weltweit auf 21 %. Das entspricht einem geschätzten Produktivitätsverlust von 438 Milliarden US-Dollar.
Ein Blick auf die Ursachen zeigt drei zentrale Faktoren:
- 38 % der Frontline-Kräfte sehen sich nicht in der Lage, wichtige Entscheidungen zu treffen.
- 47 % der Frontline-Mitarbeitenden nehmen zwei verschiedene Unternehmenskulturen wahr – eine für sich und eine für den Rest der Belegschaft.
- 70 % des Engagements der Teams hängt von den Führungskräften ab, die oft überfordert sind.
Warum Employee Engagement wichtig ist
Gängige Engagement-Programme wie Umfragen, Stimmungsbarometer und Vergünstigungen sind wichtig, reichen aber nicht. 2026 werden diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die ihren Mitarbeitenden vertrauen, sie unterstützen und ihnen die richtigen Tools bieten.
Enablement verbindet Kultur und Leistung.
So können Sie als Führungskraft eine Enablement-Kultur aufbauen
1. Setzen Sie auf eine vertrauensbasierte Kultur.
Unternehmen mit hohen Vertrauenswerten sehen 42 % mehr Ermessensspielraum. Vertrauen entsteht durch Konsistenz und Führung, die Menschen stärkt und nicht kontrolliert.
2. Betrachten Sie das Wohlbefinden ganzheitlich in allen seinen Dimensionen: von der finanziellen bis zur persönlichen Entwicklung.
Frontline-Mitarbeitende kennen ihre Bedürfnisse:
- 56 % leben von der Hand in den Mund.
- 78 % fühlen sich ausgebrannt, und 84 % sagen, dass Burnout die Produktivität beeinträchtigt.
- 68 % möchten neue Kompetenzen aufbauen, doch im Alltag fehlt oft die Zeit dafür.
Wohlbefinden ist kein Nice-to-have. Es ist eine Grundvoraussetzung.
3. Statten Sie Mitarbeitende mit Tools aus, die ihre Arbeit vereinfachen.
83 % der Frontline-Mitarbeitenden sagen, dass Technologie ihre Arbeit verbessert. Doch nur vier von zehn haben Zugang zu modernen Kommunikationstools. Wenn Menschen Zugang zu Informationen, Ressourcen und Echtzeitverbindungen haben, steigen Produktivität und Engagement spürbar.
Beim Enablement geht es nicht darum, die Menschen zu bitten, produktiver zu sein. Es geht darum, die Barrieren zu beseitigen, die sich auf die Performance auswirken.
Auf den Punkt gebracht: Lassen Sie Ihren Erkenntnissen Taten folgen
Alle drei Megatrends haben eines gemeinsam: Geht es den Menschen gut, sieht man das an der Performance.
KI schafft echten Mehrwert, wenn Menschen ihr vertrauen und sie verstehen. Erfolgreiche Talentstrategien entstehen, wenn hinterfragt wird, wie die Arbeit erledigt werden soll. Das Engagement wächst, wenn sich die Menschen zugehörig, unterstützt und vorbereitet fühlen.
Unsere Arbeitswelt wird sich weiter ändern – schneller, als viele erwarten. Doch mit fundierten Insights und einer menschenzentrierten Strategie wird aus diesem Wandel echter Fortschritt.
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